Im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf befindet sich mit dem Haus der Berliner Festspiele ein bedeutender Standort für die Veranstaltungen und Programmformate der Berliner Festspiele. Von der Schaperstraße aus erreicht man über einen von Grünflächen umgebenen Vorplatz den Haupteingang des Kulturortes. Das Gebäude wurde nach den Entwürfen des Architekten Fritz Bornemann errichtet und zählt heute zu den markanten Bauten der Berliner Nachkriegsmoderne.
Das Ensemble setzt sich aus Vorderhaus, Hinterhaus und Kassenhalle zusammen und gliedert sich hinsichtlich Nutzung und Funktion in drei klar voneinander ablesbare, kubische Baukörper. Die Gestaltung folgt dabei einem bewusst reduzierten und funktionalen architektonischen Konzept. Zur Nordseite öffnet sich das Hauptgebäude mit einer großflächigen Verglasung deutlich zum Haupteingang und lässt dadurch den Gebäudeinnenraum in den Außenraum hervortreten. Insgesamt umfasst das Gebäude sechs Geschosse, vom Kellergeschoss bis zum vierten Obergeschoss. Neben dem großen Saal mit angrenzendem Parkett- und Rangfoyer gehören weitere Bühnenbereiche, die multifunktional genutzte Kassenhalle, mehrere Werkstätten sowie Büro- und Aufenthaltsräume zum Raumprogramm.
Das Gebäude wurde am 1. Mai 1963 erstmals als Spielstätte für das „Theater der Freien Volksbühne“ auf dem früheren Gelände des Joachimsthaler Gymnasiums eröffnet. Heute wird es neben dem regulären Festivalbetrieb für unterschiedliche kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungsformate genutzt, von Fachveranstaltungen und öffentlichen Gesprächen bis hin zu größeren Veranstaltungen und Preisverleihungen. Zu den bekannten Veranstaltungen zählt unter anderem die Berlinale.
Unser Büro ist mit der Planung der Instandhaltung und Modernisierung des Gebäudes beauftragt. Zur strukturierten Umsetzung wurden drei Maßnahmenpakete unter Berücksichtigung bestehender Denkmalschutzrichtlinien entwickelt. Dazu zählen beispielsweise Maßnahmen wie die Erneuerung der Beleuchtungsanlagen im Festspielhaus sowie die Außenbeleuchtung des Vorplatzes, aber auch gezielte Eingriffe zur Verbesserung der Barrierefreiheit.